"Lost and found. Zur Wiederentdeckung der ältesten Stadtansicht der Stadt Steyr und ihrer Bedeutung für die Mediävistik."

Sophie Morawitz (Universität Wien)

                Vortrag auf Einladung des Arbeitskreis Mittelalter der ÖGUF


Seit rund zwei Jahrhunderten befindet sich ein Tafelbild aus dem 16. Jahrhundert in der Burg Pernštejn nahe Brno/Brünn. Bislang war nicht bekannt, wen und was es darstellt. Nun ist klar: Es handelt sich um eine Abbildung des Steyrer Bürgers Coloman Dorninger († 1552) und seiner Familie vor der Ansicht der Stadt Steyr. Aufgrund der inschriftlichen Datierung des Werkes in das Jahr 1548 ist die Stadtansicht sechs Jahre älter als die bisher als älteste Vedute gegoltene Radierung von Hans S. Lautensack von 1554. Weitaus bedeutender ist jedoch die Tatsache, dass die Stadt auf dem 94 mal 126 Zentimeter großen Bild farbig wiedergegeben ist und eine Vielzahl bisher unbekannter Details zeigt, aus welchen zahlreiche Informationen zum Aussehen der Stadt zwischen dem Großbrand von 1522 und dem Hochwasser von 1572 abgeleitet werden können.
Der Vortrag rückt die nunmehr als älteste Ansicht zu bezeichnende Darstellung der Stadt in den Fokus der Betrachtung und stellt die Frage, welche Chancen die Entdeckung für die Erforschung der historischen Altstadt mit sich bringt.


Teilnahme über Zoom
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Veranstaltungsort

Hörsaal 7 des Instituts für Urgeschichte und Historische Archäologie
Franz-Klein-Gasse 1
1190 Wien

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Veranstalter

AK Mittelalter
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