Vortrag auf Einladung des AK Römische Kaiserzeit:
Der österreichische Abschnitt des römischen Donaulimes blickt auf eine renommierte und lange Forschungstradition zurück. Jedoch zählt Fischamend (VB Bruck an der Leitha, Niederösterreich) zu den weitgehend unerforschten Standorten dieses Grenzabschnittes. Obwohl die Fundstelle seit der späten Neuzeit als römisches Siedlungsgebiet bekannt ist, wurden seit dem frühen 20. Jhdt. keine umfangreichen Auswertungen von archäologischem Fundmaterial mehr durchgeführt. Der folgende Beitrag – entstanden im Rahmen einer Masterarbeit and der Universität Wien – versucht diese Lücke zu schließen. Keramisches und archäozoologisches Material einer rezenten Grabungsmaßnahme von 2020 hat erstmals Einblicke in die Lebensgeschichte eines römischen Streifenhauses aus Fischamend ermöglicht. Neben Nutzungsschichten des 2. Jahrhunderts n. Chr. haben massive Ausgleichschichten an der Außenseite der Hausmauer mit Fundmaterial der späten römischen Kaiserzeit Einblicke in die Auflassungsprozesse der Struktur geben können. Spätantike Keramik in den obersten Schichten der Auflassungsphase berichtet von einer alternativen Nutzung des Areals in späterer Folge.
Zugangsdaten:
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