Vortrag und Exkursion auf Einladung des AK Mittelalters:
Die Burg Staatz ist eine der wenigen Höhenburgen im nördlichen Weinviertel. Sie kontrollierte
mit weitem Ausblick über die Laaer Ebene diese Grenzregion zu Mähren. Historisch fassbar wird Staatz erstmals 1114/1133 mit Reginger von Staatz. Es ist anzunehmen, dass ungefähr zu dieser Zeit auch die Burg gegründet wurde. Die ältesten heute noch sichtbaren Strukturen reichen aber nur bis in das frühe 13. Jahrhundert zurück. Die Burg wurde folgend in mehreren Phasen ausgebaut, bis sie 1645 von den Schweden im Dreißigjährigen Krieg zerstört wurde und folgend zur Ruine verfiel.
2025 wurde von Maximilian Obermayer ein Forschungsprojekt gestartet, das Aufbau,
Entwicklung und Wirkung der Burg Staatz untersucht. Dabei werden vorwiegend
zerstörungsfreie Methoden verwendet. Die bisherigen Untersuchungen umfassen Begehungen, drohnenbasierte Vermessung und Bodenradarmessungen im Hochburgbereich. Die Haupterkenntnisse umfassen einen möglichen frühen Wohnturm, Strukturen des Palas und Bering und Ansätze zur Verortung der Kapelle und Zisterne. Diese Ergebnisse werden im Zuge eines Vortrags mit Fokus auf die Vermittlung an die lokale Bevölkerung präsentiert, mit
anschließender Begehung der Burgruine.
Sonntag, 27. September 2026, Schlosskeller Staatz
14:30 – 15:30 Vortrag "Burg Staatz – Archäologische Untersuchung 2025" von Maximilian Obermayer im Schlosskeller
16:00 – 17:30 Begehung der Burgruine Staatz mit Maximilian Obermayer. Treffpunkt 15:45 vor Schlosskeller
Anreise ist selbständig zu organisieren. Öffentlich per Zug (REX2/S2) von Wien nach Enzersdorf b. Staatz möglich mit ca. 30 Minuten Fußweg, teilweise entlang Bundesstraße.
Teilnahme kostenlos und ohne Anmeldung möglich, nur vor Ort.