Im Verlauf der beiden vergangenen Jahre konnte der Arbeitskreis Neolithikum/Bronzezeit wieder ein abwechslungsreiches Programm mit mehreren Vorträgen und Exkursionen anbieten.

Am 22. Jänner 2015 berichtete Thomas Terberger mit seinem Vortrag „Tod im Pfeilhagel – das bronzezeitliche Fundareal im Tollensetal in Nordostdeutschland“ über neue Forschungsergebnisse zur bronzezeitlichen Schlachtfeldarchäologie im Tollensetal. Anschließend durften wir am 26. März 2015 Gisela Grupe begrüßen, welche mit dem Vortrag „Isotopiekartierungen und Migrationsstudien anhand bioarchäologischer Funde“ einen interessanten Einblick in das aktuelle interdisziplinäre Forschungsprojekt „Transalpine Mobilität und Kulturtransfer“ bot.Nach zweijähriger Pause konnte am 28. April 2015 zudem wieder unser traditionelles Studierendenkolloquium abgehalten werden: Maria Röcklinger berichtete mit dem Vortrag „Leben und Arbeiten am Çukuriçi Höyük, Türkei – Kontextuelle Analysen anhand der frühbronzezeitlichen Gefäßkeramik“ über ihre laufende Masterarbeit. Fiona Poppenwimmer gab mit dem Vortrag „Stufe für Stufe – Untersuchungen zur Benutzung der bronzezeitlichen Stiege aus dem Hallstätter Bergbau“ einen Einblick in ihre Bachelorarbeit. Am 26. Oktober 2015 konnte in Kooperation mit dem Arbeitskreis Unterwasserarchäologie eine eintägige Exkursion zum „Tag der offenen Grabung“ der unterwasserarchäologischen Pfahlbaugrabung am Attersee organisiert werden. Schließlich folgte am 3. November 2015 ein Vortrag von Hanns Oberrauch (Tramin) mit dem Titel „Opferriten und frühe Metallurgie im Alpenraum am Beispiel des Pigloner Kopfes in Südtirol“, worin er uns über den aktuellen Forschungsstand zur Kupferzeit in Südtirol informierte.

Am 28. April 2016 gab uns Harald Stäuble mit dem Vortrag „7 auf einen Streich – neue bandkeramische Brunnen aus Sachsen mit Funden aus organischem Material“ einem tiefen Einblick in eine spannende Befundkategorie mit einzigartigen Erhaltungsbedingungen. Ganz im Zeichnen von „25 Jahre Mann aus dem Eis“ führte unsere diesjährige Exkursion vom 14.–15. August 2016 unter Organisation von Benedikt Biederer und Sebastian Krutter zur Fundstelle von „Ötzi“ am Tiesenjoch auf 3210 m Seehöhe in den Ötztaler Alpen; bestes Wetter, herrliches Bergpanorama, ein gemütlicher Hüttenabend in der Similaunhütte und die „Fachsimpelei“ an der Fundstelle entlohnten für den mühsamen Aufstieg. Am 1. Dezember 2016 folgte der Vortrag „Die Lichtensteinhöhle bei Osterode am Harz – Bestattungsplatz einer Großfamilie aus der Urnenfelderzeit“ von Stefan Flindt. Dieser Vortrag war zugleich auch eine zukunftsweisende Premiere, da es – in der Geschichte der ÖGUF – der erste Arbeitskreisvortrag war, der in Innsbruck stattfand.

Auch in personeller Hinsicht haben sich Veränderungen ergeben. Sophie Habinger legte ihre mehrjährige Funktion als Arbeitskreissprecherin nieder; an dieser Stelle ein großer Dank für ihr Engagement. An ihre Stelle ist Benedikt Biederer getreten, der seit Jänner 2016 als Arbeitskreissprecher fungiert. Im Jahr 2016 beging nicht nur „Ötzi“ sein 25-jähriges Fundjubiläum; auch unser Arbeitskreis, der im Jahr 1991 innerhalb der ÖGUF begründet wurde, kann nun auf ein ganzes Vierteljahrhundert seines erfolgreichen Bestehens zurückblicken. In diesem Sinne möchten wir allen Arbeitskreismitgliedern für das bisherige Interesse an unseren Veranstaltungen danken und dürfen auch zukünftig auf eine rege Teilnahme hoffen!

Sebastian Krutter, Benedikt Biederer, Daniel Brandner & Fiona Poppenwimmer

Aus: Archäologie Österreichs 27/2, 2016, 71.

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