Vortrag auf Einladung des AK Archäologie und Öffentlichkeit:
Im Projekt „United by Crisis?“ wird das Umfeld der berühmten jungsteinzeitlichen Siedlung von
Asparn/Schletz (Bez. Mistelbach) erforscht. Zahlreiche menschliche Überreste legen nahe, dass
ihre Bewohner_innen in der Zeit der späten Bandkeramik, vor etwa 7.000 Jahren, einem feindlichen Angriff zum Opfer fielen. Aufgrund der Größe und der Befestigungsanlage vermuten wir, dass Schletz ein zentraler Siedlungsplatz inmitten eines Clusters kleinerer Siedlungen war. Durch die Erforschung dieser Siedlungen im Umfeld hoffen wir unter anderem auf neue Hinweise zum Hintergrund des Massakers und zur Herkunft der in Schletz verstorbenen Personen.
In Form systematischer Surveys suchen wir gemeinsam mit Interessierten auf Fundorten und Verdachtsflächen in den Gemeinden um Asparn/Schletz nach jungsteinzeitlichen Funden. Im Anschluss reinigen wir sie gemeinsam und führen sie einer wissenschaftlichen Dokumentation und Analyse zu. Parallel dazu entnahmen Schüler_innen der NMS Asparn im Rahmen des Projekts Bodenproben für die Erstellung einer Isotopenlandkarte der Region. Dies erlaubt eine Diskussion der möglichen Herkunft der in Schletz verstorbenen Menschen.
Das Projekt zeichnet sich durch eine intensive Zusammenarbeit von Wissenschaftler_innen von fünf unterschiedlichen Institutionen mit verschiedenen Zielgruppen von Citizen Scientists aus (Schüler_innen; lay experts; Personen ohne archäologische Vorerfahrung). Im Vortrag wird neben den Forschungsinhalten und Methoden des Projekts vor allem auf die Herausforderungen und Erfolge bei der gemeinsamen Arbeit mit Citizen Scientists und der begleitenden Vermittlung eingegangen.
Teilnahme über Zoom:
https://univienna.zoom.us/j/69390327725?pwd=HKwD8gMadQiqlq3ZJe5Mw0naCbuZJW.1
Teilnahme über den Internet-Browser:
https://zoom.us/join
Meeting-ID: 693 9032 7725 und Kenncode: 057083