Das vergangene Jahr 2005 stand ganz im Zeichen der Mitarbeit an dem Culture 2000 Projekt „From Underwater to Public Atten­tion“, an dem sich auch Mitglieder des AK Unterwasser­archäologie inhaltlich beteiligten. Das im Dezember abgeschlos­sene Projekt beschäftigte sich vor allem mit der Visualisierung von Unterwasserarchäologie. Dabei sind unter anderem Ent­würfe zu einem Museum für Unterwasserarchäologie, eine drei­dimensionale Computeranimation der jungsteinzeitlichen Pfahlbaustation von Keutschach am See und eine Wanderaus­stellung, die den Bogen von den jungsteinzeitlichen Pfahlbau­ten bis zu römischen Hafenanlagen spannt, entstanden. Die Ausstellung ist in einem eigens ausgebauten Seecontainer un­tergebracht und reiste von Asparn an der Zaya, wo sie bis zur Wintersperre im November zu besichtigen war, nach Hannover. Im Sommer 2006 wird sie über Umwege wieder zurück nach Österreich kommen und auch in Wien zu sehen sein (Informationen über die Reiseziele und Öffnungszeiten auf: www.underwater-to-public.org).

Am 14. August 2005 wurde gemeinsam mit der Österreichischen Gesellschaft für Feuchtboden- und Unterwasserarchäologie triton im Museum für Urgeschichte im Schloss Asparn an der Zaya ein „Tag der Unterwasserarchäologie“ veranstaltet. In mehreren Stationen wurde den Besuchern das Thema näher gebracht: Kinder und Erwachsene konnten ihre Zeichenkünste unter Wasser testen, die Arbeit der Archäologen wurde durch eine in einem Zelt aufgebaute Grabungssituation verdeutlicht und durch eine Videoübertragung aus einem im Freien aufge­stellten Becken mit Tauchern live kommentiert. Auch über die verwendeten Tauchgeräte und über die Technik im Hintergrund konnte man sich informieren. Wer wollte, probierte die „Arbeits­bekleidung“ und Tauchgeräte an und aus, um die schwierigen Bedingungen der Unterwasserarchäologen selbst nachzuvollziehen.

In Wien werden wir auch 2006 unsere Bemühungen, Stadt­archäologie unter Wasser zu betreiben, fortsetzen. Nach dem erfolgreichen Abschluss der Untersuchung eines Brunnens im Innenhof des Hauses „Zum Roten Löwen“ in der Lacknergasse wurden 2005 weitere interessante Untersuchungsobjekte (geplant sind weitere Brunnenuntersuchungen und Tauchgänge in der Alten Donau) hierfür ausgewählt und die ersten Vorarbeiten unternommen (Informationen bei Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!).

Cyril Dworsky

 

Aus: Mitteilungsblatt Archäologie Österreichs 17/3, 2006, 7.

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