Der Arbeitskreis Musikarchäologie eröffnete das Jahr mit einem VortragsKonzert zum Thema Musik in der Hallstatt­zeit „Syrinx, Leiern & Co.“ im Naturhistorischen Museum Wien. Alexandrine Eibner hielt den Vortrag, das Ensemble Cantlon spielte unter der musikalischen Leitung von Albin Paulus auf rekonstruierten Instrumenten der Hallstattzeit, wie Situlenleier und Doppelaulos. Zwei Wochen später folgte ein Abend zum Thema „Bilder – Bronzen – Bot­schaften“ – Zur Situlenkunst in der Hallstattzeit. Er wurde von Otto. H. Urban, Vortrag, und den Gitarristen Francis Montocchio und Mathias Lang mit Werken aus dem Barock und dem 20. Jahrhundert gestaltet. Beate Maria Pomberger sprach im April über urzeitliche Gefäßflöten und Keramikpfeifen sowie deren musikalische Analysen, wobei sie auch die älteste Gefäßflöte Europas von Brunn am Gebirge/Flur Wolfholz vorstellte.

Im November folgten wieder zwei VortragsKonzerte der Reihe „Musik & Ar­chäologie“ im Naturhistorischen Museum. „Sie nannten sich Awaren“ fand mit Peter Stadler, Vortrag, Wang-Yu Ko und Christian Nenescu, Violinen, Albin Paulus, awa­rische Doppelschalmei, Flöten, Maultrommeln, Leiern sowie Beate Maria Pomberger, Alt, statt. Neben Werken von Bela Bartok, einem schamanistischen Gesang auf Ostjak-Samojedisch von Akos Banlaky (Uraufführung), war zum ersten Mal die awarische Doppelschalmei aus dem Gräberfeld von Janoshida, Ungarn, rekonstruiert und gespielt von Albin Paulus, zu hören. Tatarische und baschkirische Gesänge, eigens arrangiert für Stimme und einem Begleitinstrument, wie Duduk, Flöten, Maultrommel oder Rahmentrommel bildeten den musikalischen Höhepunkt des Programms. Am darauf folgenden Termin stellten Walpurga Antl und Martin Penz Paläolithikum und Neoli­thikum des Wiener Raumes vor, musikalisch umrahmt von den Darbietungen Matthias Loibners auf seiner Drehleier. Im Dezember lud der Arbeitskreis Gerhard Tomedi von der Universität Innsbruck zu einem Vortrag über vorge­geschichtliche Musik im alpinen und zirkumalpinen Raum ein.

Der Arbeitskreis freut sich über neu hinzugekommene Mitglieder sowie über reges Interesse und Publikumszu­wachs der VortragsKonzertreihe „Musik & Archäologe“. Die Arbeitskreisleitung bedankt sich hiermit herzlich vor allem beim Naturhistorischen Museum Wien und bei Wien Kultur für die tatkräftige Unterstützung des Projektes.

Beate Maria Pomberger

 

Aus: Mitteilungsblatt Archäologie Österreichs 22/3, 2011, 8–9.

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