Der Arbeitskreis Paläolithikum befindet sich seit Mitte Dezember im Wiederaufbau. Mit Anna-Maria Kriechbaum, Barbara Harrer, Stephanie Leutl und Marco Prehsegger soll in Zukunft vor allem auch ein Fokus auf Interdisziplinarität gesetzt werden. Im Dezember haben die Mitglieder einen E-Mail-Verteiler erstellt, den neuen Arbeitskreis am Institut beworben sowie einen Vortrag für das kommende Sommersemester organisiert.

Anna-Maria Kriechbaum, Barbara Harrer, Stephanie Leutl & Marco Prehsegger

 

Aus: Mitteilungsblatt Archäologie Österreichs 25/3, 2014, 7.

Im Wintersemester 2010/11 konnten Mag. Michael Brandl (Prähistorische Kommission, ÖAW) und die Kulturan­thropologin Dr. Estella Weiss-Krejci (Universität Wien) für einen Vortrag im Rahmen des AK Paläolithikum gewonnen werden. Dabei ging es um die bereits zehn Jahre laufenden Grabungskampagnen in Nordbelize (Mittelamerika) zur Mayazivilisation. Daneben wurden beeindruckende Bilder der zu unseren Breiten völlig konträren Grabungsverhältnisse im Regenwald vermittelt. Eindrücke über die Wassergewinnungsstätten der Maya sowie der Gebrauch hochwertiger Silex-Rohmaterialien (u. a. der vielfärbige rainbow chert) regten zu zahlreichen Diskussionen an. Die Verwendung dieser lokalen Roh­materialien reichte von Bauelementen bis zu filigranen Schmuckfiguren. An der genauen Lokalisation dieser Rohmaterialien forscht Mag. M. Brandl im Rahmen seiner Dissertation mit neuen chemischen Analyseverfahren.

Johanna Ziehaus

 

Aus: Mitteilungsblatt Archäologie Österreichs 22/3, 2011, 7.

Am 12. Jänner 2010 konnte ein junger deutscher Kollege aus Tübingen als Vortragender für den AK Paläolithikum gewonnen werden. Andreas Taller vermittelte uns dabei interessante Einblicke in ein großes Silex-Inventar aus Azé-Camping de Rizerolles, welches er für seine Magisterarbeit bearbeitet hatte. Nach dem Vortrag nutzten wir die Möglichkeit, einige Definitionskriterien für Silex-Werkzeuge und unterschiedliche Interpretationen zur Genese der Fundstelle zu diskutieren. Ich bedanke mich herzlich für Euer Interesse!

Johanna Ziehaus

 

Aus: Mitteilungsblatt Archäologie Österreichs 21/3, 2010, 5.

Am Donnerstag, dem 17. Juni 2004 fand auf Einladung des Arbeitskreises Paläolithikum der Vortrag von Or. Petra Kieselbach (Universität Tübingen) "Aktuelle Forschungen zum Gravettien des Hohlen Fels bei Schelkingen, Baden-Württemberg" statt. Sie gab uns nicht nur einen detaillierten Einblick in die Grabungstätigkeit in der Höhle, sondern stellte uns auch neue Funde vor. Mit weit über 30 Zuhörern war die Veranstaltung außergewöhnlich gut besucht.

Ebenso viele Paläolithinteressierte hörten den Vortrag von Dr. Leif Steguweit (Universität Erlangen) am Donnerstag, dem 11. November 2004. Er referierte über Gebrauchsspuren an Stein- und Knochenartefakten von Bilzingsleben und anderen paläolithischen Fundsteilen. Besonders interessant waren dabei die neuen Untersuchungsmethoden von Schnitt- und Kratzspuren an Knochen, die uns vorgestellt wurden. Im Frühjahr 2004 gelang es, mit Mitgliedern des Arbeitskreises Paläolithikum im Freilichtteil des Niederösterreichischen Landesmuseums für Urgeschichte in Asparn an der Zaya das Modell eines pavlovienzeitlichen Winterlagers zu errichten. Neben zwei Behausungen aus Grassoden wurde auch ein Trockengesteil, eine Speichergrube sowie ein Gestrüppzaun nach Befunden von Pavlov, Dolni Vestonice und Krems-Wachtberg rekonstruiert.

Thomas Einwögerer

 

Aus: Mitteilungsblatt Archäologie Österreichs 16/3, 2005, 5.

Auf Einladung des Arbeitskreises Paläolithikum fanden im vergangenen Jahr wieder zwei Vorträge am Institut für Ur- und Frühgeschichte statt.

Am 20. März 2003 erläuterte uns Mag. Philip Nigst in seinem Vortrag "Fundverteilungen um Feuerstellen und die Ring und Sector Method von Dick Stapert" die Vor- und Nachteile sowie die aktuellen Problemstellungen dieser Methoden anhand der FundsteIle Kranawetberg in Grub bei Stillfried. Dabei führte er uns nicht nur die Ergebnisse seiner Diplomarbeit vor, sondern ermöglichte allen Besuchern einen detaillierten Einblick in diese äußerst komplexe FundsteIle.Am 6. November 2003 unterrichtete uns Dr. Margit Bachner in ihrem Vortrag "Aktueller Forschungsstand der spätpaläolithischen Station Grubgraben bei Kammern, NÖ." über den derzeitigen Stand der Neuinventarisierung. Nach dem überraschenden Ableben von Dr. Friedrich Brandtner gingen die nur zum Teil nach modernen Gesichtspunkten inventarisierten Fundstücke an das Landesmuseum zurück, wo sie derzeit neu geordnet werden. Neben den Fortschritten über diese Depotarbeiten informierte uns Margit Bachner auch über die interessante Fundgeschichte der alt bekannten Paläolithstation. Wie immer waren die Vorträge, die auf Einladung des Arbeitskreises Paläolithikum erfolgen, außerordentlich gut besucht.

Thomas Einwögerer

 

Aus: Mitteilungsblatt Archäologie Österreichs 15/3, 2004, 5.

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