Durch das Zusammenfinden einer aktiven Studentengruppe war es möglich, einige Projektideen zu sammeln, von denen es auch einige zur Umsetzung gebracht haben. Hervorzuheben sind insbesondere eine Exkursion mit ausländischen Studenten und die Vorbereitungen eines Projektes für mittelalterliche Keramik.

Am 10.4.2014 fuhr eine Gruppe ins Burgenländische Landesmuseum und später zur Grünwaldschanze von Donnerskirchen und dem Tabor von Neusiedl am See. Der Besuch diente unter anderem der Auslotung der Möglichkeiten für die Bearbeitung eines Keramikensembles. Am Wochenende darauf wurde zusammen mit einigen Vertretern des Arbeitskreises für Experimentelle Archäologie Quartier in der Mühle von Rechnitz bezogen, von wo aus eine Exkursion zum „öden Schloss“ direkt oberhalb der Mühle und nach Burg startete. Ebenfalls am Weg lagen die Hügelgräber von Schandorf und eine zufällig durch Bewuchsmerkmale entdeckte römische Villa. Ein weiterer Tagestrip fand am 18.12.2014 statt, währenddessen wir uns näher mit dem Gelände der vermuteten Hausberganlage von Olbendorf auseinandersetzten. Durch Lucie Hylmarová war es möglich, Kontakte zu Prager Studenten aufzubauen, die wir im Mai 2014 zu einer Exkursion nach Wien einluden. Zwischen dem 1. und 5. Mai wurden mehrere Fundstellen und Museen im Großraum Wien besucht.

Ebenfalls im Mai 2014, am 13.5., fand das Studierendenforum des Arbeitskreises Mittelalter statt. Im Rahmen dessen wurden zwei Masterarbeiten und eine Bachelorarbeit präsentiert. Andreas Krainz und Lukas Kerbler stellten ihre gemeinsame experimentelle Arbeit über frühmittelalterliche Rennöfen anhand des Eisenverhüttungsplatzes von Dörfl vor. Mag. Michaela Zorko gab uns einen ausführlichen Einblick in ihre bauarchäologischen Studien der Pfarrkirche St. Laurentius in Friedersbach und Gudrun Bajc teilte ihre Erkenntnisse über die mittelalterlichen Bodenfliesen der Gozzoburg von Krems.

Am 11.3.2014 berichtete Tomáš Klír über die Archäologie der mittelalterlichen Wüstungen in Böhmen. Jiří Macháček brachte am 11.11.2014 aktuelle Ergebnisse aus den Forschungen von Pohansko und am 17.3.2015 referierte Peter Milo über Haus und Hofformen des frühmittelalterlichen Europas.

Weiters gab es einen kurzen Vortrag mit anschließender Fundpräsentation zum Angreifen von Dorothea Thalaa aus ihren Grabungen in Sigleß und Mattersburg am 11.6.2015.

Am 4.2.2015 machte sich eine kleine Delegation auf ins Landesmuseum von Linz, wo wir nach intensiver Durchforstung des Depots drei Kisten aus dem Schloss Hagenberg zur Bearbeitung nach Wien bringen konnten. Die weitere Aufnahme soll im Wintersemester 2015/16 innerhalb regelmäßiger Treffen stattfinden.

Als Arbeitskreissprecher traten Ende des Jahres 2014 Stefanie Juch und Lucie Hylmarová zurück, Verstärkung kam hingegen von Stephanie Horvath. Weiters legte Raphael Lampl 2015 die Sprecherposition zurück.

Stephanie Horvath & Lukas Kalchhauser

 

Aus: Archäologie Österreichs 26/2, 2015, 63.

Im vergangenen Jahr konnte der Arbeitskreis neben zwei Vorträgen auch ein Studierendenforum organisieren, das am 12. März mit dem Zweck abgehalten wurde, Studierenden die Möglichkeit zu bieten, ihre Forschungsarbeiten am Institut zu präsentieren. Wolfgang Breibert referierte über das Thema „Östliches und Westliches – Gedanken zu reichen Frauengräbern des 8. Jahrhunderts im Ostalpenraum.“, Iris Winkelbauer über das ehemalige Prämonstratenser(-innen)kloster Pernegg/NÖ mit bauhistorischen und archäologischen Untersuchungsergebnissen der 1990er Jahre. Das Studierendenforum war gut besucht und soll im kommenden Vereinsjahr wiederholt werden.

Am 4. Juni war der Landeskonservator für Tirol, Johannes Pöll, geladen, jedoch musste der Termin aufgrund höherer Gewalt durch die landesweiten Überschwemmungen im Frühsommer auf den 19. November verlegt werden. Sein Vortrag behandelte die neuesten Ergebnisse zur Kirchenarchäologie in Tirol und die archäologischen Grabungen in der Pfarrkirche Landeck. Der Abend war gut besucht und gab wieder mehr Einblick in die westösterreichische archäologische Landschaft. Als weiteren Vortragsgast konnten wir Oliver Fries gewinnen, der als selbstständiger historischer Bauforscher über das Thema „Altes Holz in alten Mauern – Ausgewählte Beispiele zur Verwendung von Holz im historischen Steinbau“ referierte. Zahlreiche ausgewählte Beispiele aus ostösterreichischen Bauten vermittelten uns einen aufschlussreichen Einblick in seinen Tätigkeitsbereich.

Das Team des Arbeitskreises konnte durch Raphael Lampl und Lucie Hylmarová sowie zahlreiche aktive neue Mitglieder verstärkt werden. Für die kommenden Semester sind neben qualitativen Vorträgen nach längerer Pause auch wieder vermehrt AK-Stammtische sowie Exkursionen geplant.

Lukas Kalchhauser, Stefanie Juch, Raphael Lampl & Lucie Hylmarová

 

Aus: Mitteilungsblatt Archäologie Österreichs 25/3, 2014, 8.

In diesem Jahr übernahm Lukas Kalchhauser die Position des AK-Sprechers, nachdem der langjährige Sprecher des Arbeitskreises, Martin Gamon, sich seiner Diplomarbeit widmen musste. Für seine bisherigen Tätigkeiten im AK gebührt ihm an dieser Stelle ein besonderer Dank.

Auch dieses Jahr gab es erfreulicherweise zwei interessante Vorträge, die bei allen Zuhörern guten Anklang fanden. Im Juni präsentierte John Ljungkvist vom Department of Archaeology and Ancient History der Universität Uppsala/ Schweden das bedeutende mittelalterliche Machtzentrum „Gamla Uppsala“ in Mittelschweden mit seinen monumentalen Grabhügeln inmitten einer reichen archäologischen Landschaft. Am Ende des Wintersemesters hielt Hubert Emmerig vom Institut für Numismatik und Geldgeschichte der Universität Wien einen spannenden Vortrag über Münzen und Medaillen in Grundsteinen. Wir freuen uns, dass der Vortrag so guten Anklang fand, wo doch die Numismatik leider oft zu wenig Beachtung in der Archäologie findet.

Für die Zukunft hat sich der Arbeitskreis zum Ziel gesetzt, wieder mehr Exkursionen und Kurzausflüge zu veranstalten. In Webauftritten und sozialen Netzwerken soll außerdem ein stärkerer Austausch von Veranstaltungstipps und den Arbeitskreis betreffende Themen stattfinden.

Lukas Kalchhauser & Stefanie Juch

 

Aus: Mitteilungsblatt Archäologie Österreichs 24/3, 2013, 10.

Am 11. Oktober 2011 hielt Przemysław Sikora vom Geisteswissenschaftlichen Zentrum Geschichte und Kultur Ostmitteleuropas, Universität Leipzig, einen Vortrag über „Das Phänomen „Grabhügel“ oder die ostslawischen Begräbnissitten vor und nach der Christianisierung am Beispiel Weißrusslands“.

Klaus Birngruber (Institut für Österreichische Geschichtsforschung), Thomas Kühtreiber (Institut für Realienkunde des Mittelalters und der frühen Neuzeit) und Christina Schmid (Oberösterreichisches Landesmuseum) referierten am 17. Jänner 2012 vor über 50 Zuhörern über das Thema „Landschaft – Burg – Herrschaft. Interdisziplinäre Untersuchungen zum Landesausbau und adeliger Sachkultur im unteren Mühlviertel“. Sehr interessant waren dabei die Ausführungen aus historischer, bauhistorischer und archäologischer Sicht bezüglich der Herrschaftssitze des niederen Adels in besagter Region.

Martin Gamon & Stefanie Juch

 

Aus: Mitteilungsblatt Archäologie Österreichs 23/3, 2012, 9.

Im Mai 2010 haben Stefanie Juch und Martin Gamon den Vorsitz des AK Mittelalter übernommen, nachdem dieser von Mag. Natascha Müllauer über viele Jahre geleitet worden war. Wir möchten uns herzlich bei Natascha für ihr Engagement und ihren Zeitaufwand der letzten Jahre bedanken! Für das kommende Jahr ist geplant, sowohl internationale als auch nationale Forscher für Vorträge zu gewinnen, wobei studentische Beiträge natürlich nicht zu kurz kommen sollen. Weiters ist geplant, die AK-Stammtische wieder einzuführen. Für das Sommer­semester 2011 ist die Durchführung einer Exkursion angedacht, nähere Infos werden über den Emailverteiler des AK Mittelalter ausgeschickt (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!).

Folgende Veranstaltungen fanden im Wintersemes­ter 2010/2011 statt: Am 16. Oktober führte uns Florian Bauchinger durch den Stephansdom. Wir hatten dabei die Gelegenheit, Seiten des Stephansdoms kennen zu lernen, die normalerweise für die Öffentlichkeit gesperrt sind. Unsere 30 Personen starke Gruppe besichtigte u.a. den Dachboden, die Katakomben, die „Heidentürme“ und die Reliquienkammer. Durch die humorvollen Erklärungen von Florian Bauchinger verging die insgesamt dreistün­dige Führung wie im Flug.

Edwin Wood vom Museum of London hielt am 16. November einen Vortrag über „The construction and metallurgy of mail armour“. Er berichtete über seine Forschungen an Kettenhemden der Wallace Collection. Da der Vortrag auf Englisch abgehalten wurde, kamen leider nicht so viele Zuhörer, wie er sich sicherlich verdient hätte. Der Vortrag von Frau Mag. Dr. Renate Jernej über den „Burgbau in Friesach als wissen­schaftliches Experiment“ sorgte am 30. November für einen nahezu voll besetzen Hörsaal. Sie stellte nicht nur die laufenden Bauarbeiten vor, sondern gab auch einen interessanten Einblick in das Konzept und das Projekt­management hinter dem Burgbau. Der AK wird dieses spannende Projekt sicherlich weiter im Auge behalten!

Martin Gamon & Stefanie Juch

Aus: Mitteilungsblatt Archäologie Österreichs 22/3, 2011, 7–8.

 

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