Der Arbeitskreis Musikarchäologie war auch im Jahr 2013/14 mit sechs gut besuchten Veranstaltungen wieder vertreten.

Am 23. Mai 2013 hielt Jozef Bátora (Lehrstuhl für Archäologie der Phil. Fak. Comenius Universität Bratislava und Archäologisches Institut der SAW Nitra) einen Vortrag über die neusten Forschungsergebnisse zu den befestigten Siedlungen der frühen Bronzezeit in der Südwestslowakei und stellte dabei eine bronzene Syrinx, Keramikrasseln und ein Knochenpfeiferl vor. Cristina-Georgeta Alexandrescu (Archäologisches Institut „Vasile Pârvan“ Bukarest) sprach am 16. Jänner 2014 über „Ikonographie der Musiker und Musikinstrumente auf römischen Grabdenkmälern“ und wurde musikalisch von Hagen Pätzold, Cornicen (Frankurt/Main) am Cornu unterstützt.

Die VortragsKonzertreihe Musik & Archäologie fand heuer erstmals im Thomassaal des Dominikanerklosters, 1010 Wien, statt. Der Abend am 13. März 2013 „Der lange Weg zur Seßhaftigkeit“ (Neolithisierung vom Orient bis Mitteleuropa zwischen 10.000 – 5.000 B.C.) wurde von Eva Lenneis (Universität Wien) und den Flötisten Eva Balogh und Wolfram Wagner gestaltet, wobei Werke aus Renaissance, Barock und der Modernen erklangen. Es folgte am 21. März 2013 der Vortrag „Kinder in der Prähistorie“, gehalten von Daniela Kern. Dazu musizierte ArchäoMusik Vienna (Albin Paulus, Beate Maria Pomberger, Bernhard Winkler) auf nachgebauten prähistorischen Musikinstrumenten. Zum Abend „Vindobona – das römische Wien“ am 6. November wurde Michaela Kronberger (WienMuseum) eingeladen, die den Vortrag auch zusammenstellte, aber dann krankheitsbedingt diesen nicht halten konnte. Kollege Martin Mosser (Stadtarchäologie Wien) las dankenswerter Weise das Manuskript und stand auch für Fragen zur Verfügung. Dazu erklangen Werke von Mesomedes von Kreta und Horaz, dargeboten vom Ensemble Ars serena (Juli Auer, Beate Maria Pomberger, Bernhard Winkler) auf nachgebauten römischen Musikinstrumenten. Cyril Dvorsky und Helena Nowak (UNESCO-Welterbe Pfahlbauten um die Alpen) sprachen am 21. November zum Thema „Prähistorische Pfahlbauten erleben“ und brachten Riech- und Kostproben mit. Die jungen Harfenistinnen Miriam Adefris, Magdalena Kasseroller und Maria-Theresia Trefny (Harfenklasse Gabriela MossyRsch, Konservatorium Wien Privatuniversität) interpretieren Werke von der Klassik bis zur Modernen auf ihren Instrumenten.

Das Ensemble ArchäoMusik Vienna wurde zur musikalischen Gestaltung eines Dokumentarfilmes über Kreisgrabenanlagen engagiert. Der Dreh fand mit großem Einsatz und viel Spaß im September 2013 statt. Im Rahmen dieses Filmes ergab sich auch wieder eine Zusammenarbeit mit den Akustikern Christoph Reuter und Jörg Mühlhans (Institut für Musikwissenschaft, Universität Wien).

Beate Maria Pomberger

 

Aus: Mitteilungsblatt Archäologie Österreichs 25/3, 2014, 9.

 

 

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