Die Aktivitäten des Mittelalter-Arbeitskreises der ÖGUF beschränkten sich im Jahr 2000 in erster Linie auf die arbeitskreisinternen Treffen, bei denen verschiedenste Aspekte der Mittelalterarchäologie beleuchtet wurden.

Am 11. Jänner berichtete Doris Schön über die Ergebnisse der jüngsten Bauforschungen im Haus Judenplatz Nr. 8 in Wien, die zum Teil mittelalterliche Baustrukturen zum Vorschein gebracht haben. Am 1. Februar hielt Elisabeth Wahl einen Vortrag über ihre Untersuchungen an neuzeitlichen Dachstühlen, wobei ebenfalls das Haus Judenplatz Nr. 8 im Vordergrund stand.

Am 25. März unternahmen etwa 15 Mitglieder des Arbeitskreises eine Exkursion nach Krems und Stein an der Donau, Niederösterreich, wo Nikolaus Hofer bei einer Stadtführung die Ergebnisse der bauarchäologischen Bestandsaufnahme der beiden mittelalterlichen Stadtmauern erläuterte. Der Führung schlossen sich auch einige Teilnehmer der gleichzeitig in Krems stattfindenden Tagung des "Arbeitskreises zur archäologischen Erforschung des mittelalterlichen Handwerks" an.

Am 11. April hielt Kinga Tarcsay einen Vortrag über mittelalterliche und frühneuzeitliche Glasfunde aus Österreich, wobei auch Originalfunde besichtigt werden konnten. Am 10. Mai berichtete Paul Mitchell über seine neuesten Erkenntnisse zu mittelalterlichen, profanen Steinbauten in Wien, die sich offenbar in mehreren Fällen erhalten haben bzw. nachweisen lassen. Am 14. Juni hielt Heinz Winter einen Vortrag über den Münzschatzfund aus Dürnstein, Steiermark, anhand dessen er die Bedeutung derartiger Fundkomplexe für die mittelalterliche Numismatik im Speziellen und für die Mittelalterarchäologie im Allgemeinen erläuterte.

Vom 15. bis 16. Juli trafen einander die Mitglieder des Arbeitskreises aus Anlass des 10-jährigen Bestehens des Mittelalter-Arbeitskreises auf der Burg Plankenstein, Niederösterreich, wo dieses Ereignis mit einem Ritteressen und einer "10-Jahres-Dia-Show" gebührend gefeiert wurde.Vom 26. bis zum 29. Oktober nahmen neun Mitglieder des Arbeitskreises an einer Exkursion zu der gemeinsamen Landesausstellung von Nord und Südtirol in Brixen und Lienz teil, die dem mittelalterlichen Leben um 1500 gewidmet war. Daneben wurden auch einige Burgen in Südtirol besichtigt.

Am 14. November ermöglichte Thomas Kühtreiber einen Einblick in das gegenwärtig von ihm bearbeitete keramische Fundmaterial aus der Aula der Alten Universität in Wien, das vorwiegend aus Formen des späten 16. und frühen 17. Jahrhunderts besteht. Am 6. Dezember stellten mehrere Mitgleder des Arbeitskreises von ihnen im Rahmen ihrer Proseminararbeit behandelte mittelalterliche Fundkomplexe vor.

Nikolaus Hofer

 

Aus: Mitteilungsblatt Archäologie Österreichs 12/3, 2001, 13.

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