Im vergangenen Jahr lag einer der wichtigsten Arbeitsbereiche des AK in der redaktionellen Arbeit am Tagungsband zur Internationalen Arbeitstagung "Pferd und Wagen in der Eisenzeit" vom Februar 2000. Mittlerweile sind alle Beiträge zum Band eingelangt und auch schon redaktionell bearbeitet. Die Publikation des Tagungsbandes im Rahmen der Wiener Keltologischen Schriften ist noch für das Frühjahr 2002 geplant. Zudem wurde ein Bericht über die Tagung publiziert (R. Karl, J. Leskovar und K. Löcker, "Pferd und Wagen in der Eisenzeit". Bericht über das Internationale Kolloquium vom 23. bis 25. Februar 2000 in Wien. Archäologisches Nachrichtenblatt 6,1/2001,74-75.).

Arbeitsschwerpunkt des Jahres 2001 war die Untersuchung von eisenzeitlichen Sozialstrukturen. Dazu wurden an zwei Abenden Vortragende eingeladen. Tanja Wegner (Berlin) hielt am 16. März 2001 einen vielbesuchten Vortrag unter dem Titel "Die Stellung der keltischen Frau anhand altirischer Rechtstexte". Sie berichtete zu diesem Anlass von den Ergebnissen ihrer Dissertation an der Humboldt-Universität Berlin und stellte ihre Untersuchungen zur regen Diskussion. Die Einladung erfolgte gemeinsam mit der Keltologie der Universität Wien, mit der die Zusammenarbeit im letzten Jahr intensiviert wurde.

Am 9. November 2001 fanden drei Vorträge unter dem Motto "Fürstengräber der Hallstattzeit" statt - die Einladung erfolgte auch diesmal wieder gemeinsam mit der Keltologie der Universität Wien, sowie mit Brennos - Verein für Keltologie und AKT - Arbeitskreis Theorie in der Archäologie. Der Abend wurde mit Norbert Baum (Erlangen) eröffnet, der zu "Sprache - Sozialstruktur - Bestattungen. Zur Interpretation frühkeltischer Grabfunde im Licht sprachwissenschaftlicher Erkenntnisse" vortrug. Der zweite Vortrag des Abends von Stefan Burmeister (Hamburg) lautete "Die zu Grabe getragene Gesellschaft - eine archäologische Annäherung an die späthallstattzeitliche Gesellschaft in Württemberg". Jutta Leskovar (Linz) stellte im letzten Vortrag ihre Arbeiten zu "Mitterkirchen, Oberösterreich - Kinder, Frauen und Männer in reichen Gräbern" vor. Die Diskussionen im Anschluss an die Vorträge waren sehr rege und wurden auch wie immer im Rahmen der Postkolloquien in privaterem Rahmen weitergeführt.

Zwei Mitglieder des AK, Raimund Karl (Aberystwyth) und Klaus Löcker, stellten gemeinsam ihre Arbeiten zur latenezeitlichen Vorstellungswelt in einem Vortrag mit dem Titel "Aus dem Fenster geworfen oder doch bestattet? Gedanken zu Kinderskelettfunden aus der frühlatenezeitlichen Gewerbesiedlung vom Ramsautal am Dürrnberg bei Hallein" im Rahmen des Internationalen ÖGUFSymposiums "Prähistorische Siedlungs-, Grab- und Kultstätten im Umfeld der alpinen Welt", 24. bis 27. Oktober 2001 in Wattens/Tirol, einem breiteren Publikum zur Diskussion.

Klaus Löcker

 

Aus: Mitteilungsblatt Archäologie Österreichs 13/3, 2002, 5–6.

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